Leadkauf
Leads kaufen: exklusiv oder geteilt, was sich wirklich rechnet

Geteilte Leads kosten ein Drittel. Trotzdem verdienen Sie mit exklusiven Anfragen mehr. Die Rechnung dahinter ist einfacher, als die meisten denken.
Wer zum ersten Mal Leads kauft, vergleicht Preise. Ein geteilter Lead kostet 40 Euro, ein exklusiver 120. Die Entscheidung wirkt eindeutig, bis der erste Monat vorbei ist und von 30 Kontakten kein einziger Termin übrig geblieben ist.
Was ein geteilter Lead wirklich ist
Ein geteilter Lead wird drei- bis fünfmal verkauft. Dieselbe Person, dieselbe Nummer, dieselbe Anfrage, nur an mehrere Anbieter gleichzeitig. Für das Portal ist das ein hervorragendes Geschäft: eine Anfrage, fünffacher Umsatz. Für Sie ist es ein Wettrennen.
Der Interessent hat innerhalb einer Stunde fünf Anrufe. Der erste bekommt ein Gespräch, der zweite eine kurze Absage, die restlichen drei landen auf der Mailbox. Wer zuletzt anruft, spricht mit jemandem, der schon genervt ist und nur noch nach dem Preis fragt.
Die Rechnung, die niemand aufmacht
Rechnen wir mit realistischen Zahlen für einen Versicherungsmakler, der 30 Anfragen im Monat einkauft.
| Geteilter Lead | Exklusiver Lead | |
|---|---|---|
| Preis je Anfrage | 40 Euro | 120 Euro |
| 30 Anfragen | 1.200 Euro | 3.600 Euro |
| Erreichbarkeit | etwa 40 Prozent | etwa 75 Prozent |
| Abschlussquote auf Erreichte | 8 Prozent | 25 Prozent |
| Abschlüsse | rund 1 | rund 5 |
| Kosten je Abschluss | 1.200 Euro | 720 Euro |
Der günstige Lead ist im Einkauf ein Drittel wert und im Ergebnis fast doppelt so teuer. Das ist kein Rechentrick, sondern der Effekt aus zwei Faktoren, die sich multiplizieren: Sie erreichen weniger Menschen, und die, die Sie erreichen, sind bereits vorbelastet.
Wann sich geteilte Leads trotzdem lohnen
Es gibt eine Konstellation, in der geteilte Anfragen funktionieren: wenn Sie ein Team haben, das innerhalb von 60 Sekunden zurückruft, jeden Tag, auch abends. Wer strukturell immer der Erste ist, gewinnt das Rennen und zahlt dafür weniger. Für Einzelkämpfer und kleine Teams ist das keine realistische Annahme.
Woran Sie einen wirklich exklusiven Lead erkennen
- Der Anbieter sagt schriftlich zu, dass die Anfrage nur einmal verkauft wird, nicht nur auf der Webseite, sondern in den AGB.
- Es gibt eine Regionalsperre. Ohne sie konkurrieren Sie mit Käufern derselben Plattform im selben Gebiet.
- Die Telefonnummer ist verifiziert, nicht nur eingetippt.
- Sie sehen vor dem Anruf, welche Fragen der Interessent beantwortet hat.
- Es gibt eine klare Regel für defekte Anfragen, mit Frist und Nachweis.
Fazit
Geteilte Leads verkaufen sich über den Preis, exklusive über das Ergebnis. Wenn Sie nicht garantiert der schnellste Anrufer im Markt sind, ist die exklusive Anfrage die günstigere Variante, sobald Sie in Abschlüssen rechnen statt in Kontakten.
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